Die Geschichte von Tommy Armour Golf

Tommy Armour, eine Golflegende

Am 24. September 1894 erblickte Tommy Armour im schottischen Edinburgh das Licht der Welt. Damals dachte noch niemand daran welchen Ruhm er im Golfsport einmal erreichen würde.

Zunächst besuchte er aber das Fettes College und die Universität von Edinburgh um danach in den ersten Weltkrig zu ziehen. Dort wurde er jedoch bei einem Senfgas Angriff sehr schwer verwundet. Zum einen verlor er sein Augenlicht komplett, auf seinem rechten Auge jedoch erlangte er die Sehkraft zurück, links blieb er allerdings sein ganzes Leben lang blind. Da er auch schwere Verletzungen am Kopf und im linken Arm hatte wurden ihm dort Stahlplatten eingesetzt. Um die Zeit während seiner Genesung sinnvoll zu nutzen erlernte er das Golfspielen. Welches er dann Jahr für Jahr perfektionierte und dadurch binnen kürzester Zeit zum Profispieler wurde.

Noch zu Amateurzeiten, 1920, siegte der Kriegsheld beim Pinehurst Fall Pro-Am Bestball. Als er dann 1924 in den Profikader wechselte lebte er schon als US-amerikanischer Staatsbürger in den USA. Dort holte er dann 1925 den ersten Sieg als Profi bei den Florida West Coast Open und den nächsten 1926 beim Winter Pro Golf Championship. In den folgenden Jahren hagelte es nur so an Siegen. Tommy Armour verzeichnete in seiner Laufbahn insgesamt 40 Toursiege, davon 25 PGA-Siege und drei Majors. Bis 1938 siegte er, außer 1933 und 1937, jedes Jahr mindestens einmal. Ob British oder Miami Open, Mid-South oder Canadian Open, er war einfach unschlagbar.

Das Putten wurde ihm jedoch zur Plage, denn er bekam ein unkontrolliertes Muskelzucken, was er mit dem Begriff Yips bezeichnete. Das genaue Spiel des Balls ist dadurch unmöglich. Tommy Armour konnte von diesem Leiden nie geheilt werden. Dadurch beendete er seine Profikarriere schon 1935 mit 41 Jahren, was ihn aber nicht daran hinderte 1936 und 1938 noch einmal auf dem grün sein bestes zu geben und zu siegen. Bis heute hat sich dieser Begriff, Yips, im Golfsport gehalten.

Nicht nur durch seinen flüssigen, eleganten Golfschwung oder aufgrund seines silbergrauen Haares, was ihn sein Spitzname The Silver Scott einbracht, wurde er populär. Nein, auch sein europäischer Modestil und sein Charme machten ihn berühmt. Er hatte den Ruf eines unwiderstehlichen Frauenhelds, Spieler, Trinker, hervorragenden Geschichtenerzählers, Meisters im Bridge und ebenso eines erstklassigen Violinisten.

Nach seiner Karriere als Profispieler ging Tommy Armour seiner Zeit voraus und schrieb ein Buch mit dem Titel “How to Play Your Best Golf All the Time”. Diese Buch veröffentlichte er mit Herb Graffis 1953 und verkaufte es auf anhieb 400 000 mal. Jahrelang war es ein Bestseller. Um sein Können und Wissen weiter zu geben trainierte er zudem noch im Sommer in Winged Foot und im Winter in Boca Raton. Zu seinen Schülern gehörten unter anderem Babe Zaharias und der US-Open-Sieger Lawson Little.
Seine Unterrichtsstunden waren jedoch nicht die günstigsten, er verlangte 50 Dollar pro Stunde, weswegen es sich nicht jeder leisten konnte sich von ihm trainieren zu lassen.

Tommy Armour war als hervorragender Eisenspieler bekannt, weswegen er sich dann auch erfolgreich als Schlägerdesigner etablierte. Auch heute noch, über 40 Jahre nach seinem Tod, hat seine Marke einen guten Klang und sein 845 CB Silver Scot Eisen gilt bis heute als meistverkauftes Eisen in Nordamerika.

Am 11. September 1968 verstarb, im Alter von 74 Jahren, der charismatische Golfspieler Tommy Armour. Der Liebling der Frauen, der Massen, der Medien und ganz Hollywoods. Der nur 3 Jahre nach Beginn seiner Profikarriere die US-Open gewann. Der Golfgeschichte schrieb und sich einen Platz in der World Golf Hall of Fame und der Golf Teacher Hall of Fame sicherete. Er war ein Meister der Superlative. Von dem enthusiastischen Mob wurde er von den Socken gerissen und auf Händen getragen. Er wurde gefeiert, mußte durch seine Krankheit zwar seine Profikarriere beenden aber er ließ sich nie unterkriegen und fand immer einen Weg in aller Munde zu bleiben und seinen Erfolg auszubauen und über seinen Tod hinaus der Golfer seiner Zeit zu bleiben.

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