Der Putter ist der wichtigste Schläger in Ihrem Golfbag. Schließlich benutzen Sie keinen anderen Schläger so häufig. Es lohnt sich also seinen Putter möglichst gut im Griff zu haben. Die meisten Golfer entwickelt ein entsprechend enges Verhältnis zu ihrem Putter, wenn sie mit ihm zurecht kommen. Die Verzweifelung über sein Spiel auf dem Grün lässt den Golfers im umgekehrten Falle immer wieder zwischen den einzelnen Modellen wechseln.
Der Loft des Putters liegt zwischen 0 und 4 Grad. Der Schaft besteht grundsätzlich aus Stahl. Es gibt Putter mit einer Schaftlänge zwischen 30 und 48 Zoll. Die meisten Golfer verwenden Putter mit einer normalen Schaftlänge von 33 oder 34 inch.
Belly-Putter haben eine Länge von 43 inch. Bei ihnen wird das obere Ende des Griffes am Bauchnabel fixiert, indem beide Hände den Schläger in Richtung Bauch ziehen. Dadurrch entsteht ein stabiles Dreieck. Die Schlägerbewegung erfolgt jetzt fast ausschließlich durch eine Drehbewegung des Oberkörpers. Diese ist besser zu kontrollieren als ein Schwingen in den Armen. Berühmtester Umsteiger auf den Belly-Putter ist der junge Spanier Sergio Garcia, der damit weitaus besser puttet als in der Vergangenheit mit einem normalen Putter.
Der Broomstick-Putter hat eine Länge von 48 inch und wird am Kinn bzw. Hals angesetzt. Bei ihnen wird das obere Ende des Griffes mit einer Hand unterhalb des Kopfes fixiert, also z.B. am Halsansatz an die Brust gepresst. Die zweite Hand ist dann nur noch für die Pendelbewegung zuständig, soll also nur für die Vorwärts- und Rückwärtsbewegung sorgen und möglichst wenig zu einer Richtungsänderung beitragen. Der Vorteil der verlängerten Putter ist, dass man den Schläger eben wirklich nur noch pendelt. Den normal langen Putter hält man dagegen mit beiden Händen fest und läuft so Gefahr, durch ein leichtes Zucken oder Verreißen den Schlag unsauber auszuführen. Dieses Zucken nennt man Yips. Berühmtestes Yips-Opfer ist sicher Bernhard Langer, der seit vielen Jahren schon einen Broomstick-Putter spielt.
Unabhängig von der Länge des Schaftes unterscheidet man Putter nach deren Schlägerkopf-Form. Während früher Putter einfache schlanke Köpfe aus Stahl besaßen, versucht man heute das Gewicht der Köpfe zu erhöhen und die Masse möglichst breit zu verteilen, um eine ruhigere Pendelbewegung zu ermöglichen.
Beim Putter sind sehr unterschiedliche Bauformen möglich, da der Schläger so langsam geschwungen wird, dass es weniger physikalische Einschränkungen gibt als bei den anderen Schlägern. Einen großen Wurf gelang der Firma Odyssey (Callaway) mit dem Two-Ball-Putter. Zwei ballgroße Kreise in Verlängerung des Sweet-Spots helfen bei der Ausrichtung des Schlägerkopfes und sollen zu besseren Putts führen.
Von sich reden gemacht hat auch die Firma Yes. Yes Putter werden von über 100 Spielern auf der Pro-Tour gespielt, ohne daß diese Pros dafür bezahlt werden. Wenn es ein Puttermodell schafft, ohne Gage zu den meistgespielten Modellen bei den Profigolfern zu werden, ist das natürlich eine hervorragende Qualitätsaussage.